Brot, Spiele und Obama
Verfasst von Marcus am Juli 24, 2008
Seit Tagen ist Berlin in Aufregung, seit feststeht, dass der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten eine „bedeutende Rede zu den historischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland“ halten wird. Flugblätter künden vom öffentlichen Auftritt des 46-Jährigen, als stünde ein Popkonzert bevor. Bis zu einer Million Zuschauer werden erwartet – die Berliner sind der Obamania erlegen. Da Obama (noch) kein offizielles Amt bekleidet, wird er nicht mit militärischen Ehren empfangen. Angela Merkel wird ihn gegen 11 Uhr im Kanzleramt begrüßen; um 14.15 Uhr schüttelt ihm Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Hand. Was Obama besucht, ist nach wie vor geheim.
Zudem ist alles ja „privat“, es wird aber teuer: 200 000 Euro kostet allein der Polizeieinsatz, wenn Obama einen „privaten Spaziergang“ unternimmt. Abends um 19 Uhr wird dem Mann aus Illinois die Abendsonne ins Gesicht scheinen, wenn er vor der Siegessäule spricht. Von oben zuschauen darf dann nur, wer Polizist oder Leibwächter ist. 700 Berliner Polizisten werden den Gast beschützen, zahlreiche deutsche und US-Fernsehstationen übertragen live.
Wahnsinn!
Eisbär Knut, Fußball-EM, Obama, Olympia!
Gut, dass keiner weiß was wirklich läuft…
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